Ingrid Annel  stellte ihr Buch: Sagen aus Thüringen vor

Im vollbesetzten Saal des Dermbacher Schlosses fand Frau Ingrid Annel schnellen Kontakt mit dem Publikum. Die Zuhörer stellten viele Fragen und Frau Ingrid Annel beantwortete alle mit großer Geduld. Sie las einige Sagen vom Kyffhäuser vor, später vom Nix aus dem Salzunger See.
Dann erzählte sie, wie es mit Goldmarie und Pechmarie weiterging. Dies war sehr unterhaltsam und spannend und ein selbstgeschriebenes Märchen. Es wurde auch der Unterschied, was ein Märchen und was eine Sage ist, deutlich gemacht.
Als Frau Annel ihr erstes Gedicht, welches sie als Kind schrieb, vortrug, wurde sie mit großem Beifall belohnt.
Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die wohl allen Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Zu dem Vortrag von Harald Klusak aus Waldaschaff  / Spessart kamen hauptsächlich Brieftaubenfreunde und allseits Interessierte.
Herr Harald Klusak erklärte sehr anschaulich, dass auch Laien sich vorstellen konnten, was die Brieftaube vermag.
Interessant war, dass die Brieftaube seit 150 Jahren zur Nachrichtenübermittlung (Depeschen) genutzt wurde und nach dem 2. Weltkrieg für diese Dienste nicht mehr eingesetzt wird - aber zur  Blutprobenbestimmung als Transportmittel auf sehr abgelegenen Inseln noch heute sehr große Bedeutung hat.

Das Wunder von Germausia

Die Autorin Beate Funke wurde 1967 im Eichsfeld geboren. Sie schildert ihre Erlebnisse der Kindheit und Jugend in ihrem Buch Das Wunder von Germausia . Die eigentlich ernste Geschichte wird satirisch dargestellt. In diesem Märchen sind die handelnden Personen Mäuse. Dieses Buch soll dazu dienen, dass sich Kinder und Jugendliche die Unterschiede der damals geteilten Staaten besser vorstellen können. Frau Funke gelang es in ihrer Lesung, dass man sich in die Gefühle und Situationen der Handelnden hinein versetzen konnte. Durch Fragen bezog sie die Kinder oft mit ein und weckte ihr Interesse.  

Eine Geschichte aus 1001 Nacht

Zum Puppenspiel am 26.10. fanden sich im kleinen Festsaal des Dermbacher Schlosses Gäste und Kinder aus den benachbarten Kindergärten mit ihren Erzieherinnen ein. Frau Heinke vom Erfreulichen Theater Erfurt präsentierte mit minimalistischen Mitteln das Märchen von dem fliegenden Teppich . Mit Liedern zum Mitsingen konnte sie die Kinder zum Mitmachen animieren. Es war eine abenteuerliche Geschichte, die allen Zuhörern viel Spaß bereitete.

Silke Kasamas stellte drei ihrer Kurzgeschichten dem Dermbacher Publikum vor. Oft gab es ganz überraschende Wendungen, die die Zuhörer schmunzeln lies. Silke Kasamas erzählte wie sie zum Schreiben kam und wie der Thekla Verlag auf sie aufmerksam wurde.

Der Freundeskreis Museum und Bibliothek Dermbach e. V. lud zur Vorstellung der Projektarbeiten der beiden Schulen zum Gedenken an 1866   in das Schloss ein.

Die Schüler der RS Dermbach und die Schüler des Rhöngymnasiums Kaltensundheim stellten überzeugend ihre Arbeiten vor. Es waren sehr unterschiedliche Themen, die behandelt wurden.
Die zahlreichen Gäste waren sehr beeindruckt.
Beide Präsentationen können im Museum am Monitor angeschaut werden.
Die gebundene Projektarbeit der Regelschüler Dermbach ist im Museum käuflich zu erwerben.

Am 15. Juni wurde den Kindergartenkindern im katholischen Pfarramt durch die Bibliothekarin erzählt, dass genau in den Räumen, wo sie sich befinden und in dem Gemeindesaal im Erdgeschoss vor 150 Jahren ein Lazarett errichtet wurde. An Hand einer Puppe, die die Köchin des Pfarrers darstellt, wurde den Kindern nahegebracht, was sie erlebt und gesehen hat und auf welche Weise den armen verletzten Soldaten geholfen werden konnte.

Am 27. Juni kamen 39 Hortkinder auf den Schlosshof, auf dem schon einige Stände aufgebaut waren. Zuerst wurde den Kindern aus der Zeit vor 150 Jahren berichtet, was es an Besonderem hier in Dermbach gab, dann durften alle in den katholischen Pfarrsaal gehen und dort kam auch wieder die Köchin des Pfarrers zu Wort . Anschließend gingen die Kinder über den Parkfriedhof mit den Gedenksteinen zu 1866 und danach in das Museum, was zu der damaligen Zeit evangelische Schule war und ebenfalls als Lazarett diente. Sie schauten sich auch die Sonderausstellung im Museum an und sahen mit erstaunten Augen, an den dargestellten Verletzten , was Krieg bedeutet: Leid, Kummer, Not und Tod.

 

Am 10. Mai stellte Hans-Peter Mötzung sein neues Buch vor:

Der deutsche Krieg von 1866 in der Rhön mit den Gefechten von Immelborn, Dermbach, Zella, Roßdorf und Hünfeld !

Die Anwesenden hörten den Ausführungen, die Herr Mötzung gab, von der den politischen Verhältnissen in Deutschland im 19. Jahrhundert und wie es zu den Kampfhandlungen in Böhmen kam und zu den Gefechten in der thüringischen Rhön, den weiteren Fortgang  in der hessischen und bayerischen Rhön bis hin nach Würzburg, interessiert zu.

Die Bibliothekarin las dann aus diesem Buch zwei Augenzeugenberichte vor: Von Andreas Schubert, dem Glattbacher Chronisten

und von Ernst Traugott Hunius, evangelischer Pfarrer von Aschenhausen.

Das Buch gibt es im Museum zu kaufen.