Zu dem Vortrag von Harald Klusak aus Waldaschaff  / Spessart kamen hauptsächlich Brieftaubenfreunde und allseits Interessierte.
Herr Harald Klusak erklärte sehr anschaulich, dass auch Laien sich vorstellen konnten, was die Brieftaube vermag.
Interessant war, dass die Brieftaube seit 150 Jahren zur Nachrichtenübermittlung (Depeschen) genutzt wurde und nach dem 2. Weltkrieg für diese Dienste nicht mehr eingesetzt wird - aber zur  Blutprobenbestimmung als Transportmittel auf sehr abgelegenen Inseln noch heute sehr große Bedeutung hat.

Der Freundeskreis Museum und Bibliothek Dermbach e. V. lud zur Vorstellung der Projektarbeiten der beiden Schulen zum Gedenken an 1866   in das Schloss ein.

Die Schüler der RS Dermbach und die Schüler des Rhöngymnasiums Kaltensundheim stellten überzeugend ihre Arbeiten vor. Es waren sehr unterschiedliche Themen, die behandelt wurden.
Die zahlreichen Gäste waren sehr beeindruckt.
Beide Präsentationen können im Museum am Monitor angeschaut werden.
Die gebundene Projektarbeit der Regelschüler Dermbach ist im Museum käuflich zu erwerben.

Am 15. Juni wurde den Kindergartenkindern im katholischen Pfarramt durch die Bibliothekarin erzählt, dass genau in den Räumen, wo sie sich befinden und in dem Gemeindesaal im Erdgeschoss vor 150 Jahren ein Lazarett errichtet wurde. An Hand einer Puppe, die die Köchin des Pfarrers darstellt, wurde den Kindern nahegebracht, was sie erlebt und gesehen hat und auf welche Weise den armen verletzten Soldaten geholfen werden konnte.

Am 27. Juni kamen 39 Hortkinder auf den Schlosshof, auf dem schon einige Stände aufgebaut waren. Zuerst wurde den Kindern aus der Zeit vor 150 Jahren berichtet, was es an Besonderem hier in Dermbach gab, dann durften alle in den katholischen Pfarrsaal gehen und dort kam auch wieder die Köchin des Pfarrers zu Wort . Anschließend gingen die Kinder über den Parkfriedhof mit den Gedenksteinen zu 1866 und danach in das Museum, was zu der damaligen Zeit evangelische Schule war und ebenfalls als Lazarett diente. Sie schauten sich auch die Sonderausstellung im Museum an und sahen mit erstaunten Augen, an den dargestellten Verletzten , was Krieg bedeutet: Leid, Kummer, Not und Tod.

Feierliche Eröffnung der Sonderausstellung

"Dermbach im Juli 1866 und plötzlich war Krieg"

fand am Samstag, dem 28. Mai um 20.00 Uhr statt, zu der zahlreiche Gäste erschienen.

Im Ausstellungsraum konnten sich die Gäste anhand von Bildtafeln und Auszügen aus der katholischen Pfarrchronik von Dermbach; einen Einblick verschaffen.
In dieser Ausstellung geht es hauptsächlich um das Leid, die Not und die Ängste der betroffenen Soldaten, ihren Angehörigen wie auch der hiesigen Bevölkerung, als es in Dermbach und den umliegenden Orten zu den Kampfhandlungen kam.
Hintergrundinformationen erhält man an Hand der fünf Vitrinen mit den Themenschwerpunkten: Verständigung - Ausstattung - Versorgung - Verwundungen und Abtransport. In Militärberichten wird darüber kaum berichtet.
Leihgaben stellte Herr Klusak vom Essener Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. zur Verfügung. Die Brieftaube war zur Nachrichtenübermittlung sehr wichtig. Historisch medizinische Geräte erhielt das Museum vom  Chirurgen  Dr. Horst Haferkamp aus Kassel.
Alfred Ruppert las im Anschluss aus der Pfarrchronik die Eintragungen des Pfarrers Eduard Henkel von
Juni bis September 1866.
Herr Ruppert hat mit seiner Vortragsweise die Zuhörer tief beeindruckt. Er betreut seit 2010 das Pfarrarchiv und fand Briefe, Krankenkarten, Erinnerungskärtchen und Billette zur Einquartierung, die er zeigte und vorlas.

Die Lesung wurde musikalisch umrahmt von den Albasängern unter ihrem Chorleiter Ralf Schmitz. Sie sangen Beethovens Opferlied , zwei getragene Volkslieder und zum Abschluss Der gute Kamerad , der Text stammt von Ludwig Uhland, vertont wurde dieses Gedicht von Friedrich Silcher.


Es war eine sehr würdige Feierstunde.

Die Lesung von Herr Ruppert aus der Chronik war eine Premiere, wer an diesem Abend verhindert war und interessiert ist, hat die Möglichkeit,  am Freitag, dem 1. Juli um 20.00 Uhr  diesen Vortrag nochmals im Museum zu erleben.

Weitere Informationen finden Sie unter Dermbach 1866.

 

Waren Sie schon auf dem Baier?

Haben Sie sich denn auch ins Gipfelbuch eingetragen?

Im Museum der Thüringischen Rhön Dermbach sind fünf Gipfelbücher ausgestellt und Sie können gerne darin stöbern.
Eine Schülergruppe der RS Stadtlengsfeld stellte uns Fotos, die sie zu einer Projektarbeit angefertigt haben, zur Verfügung. Sie zeigen den Aufstieg zum Baier bis zur Höhle.
Auch zur Höhle am Neuberg, dem Rhön-Paulus-Erlebnisweg sind fantastische Fotos entstanden, die zu einer Wanderung in unsere heimatliche Umgebung einladen.

    

    

    

Vor sehr interessiertem Publikum sprach Monika Lessing aus Merkers über die Herstellung von Hemden aller Arten seit Jahrhunderten. Durch die vielen gezeigten Exponate konnte man den Fleiß so mancher Frau erkennen und bewundern. Viele edle Spitzen verzierten die Unterwäsche.

Frau Lessing verstand es sehr gut, die Not und die anstrengende Arbeit unserer Vorfahren lebendig werden zu lassen.

Auch in diesem Jahr zeigen wir wieder eine Ostereiausstellung und in den neuen Vitrinen kommen die Kunstwerke besonders gut zur Geltung. Sehr erfreut waren wir, als zur Eröffnung Hobbykünstler, die folgende Techniken zeigten und die Besucher zum eigenen Gestalten anregten.

Wie man Binseneier herstellt,  zeigte Gabriele Bretschneider.

Origami bot Gabi Blum an. Bei ihr konnte man Osterkörbchen mit Schmetterling und Blumen verziert, basteln. Anke Jonasch bemalte Wachtel- und Hühnereier mit Tempera- und Acrylfarben. Artischockentechnik und wie man Körbchen und Tischbänder herstellt, zeigte Christa Rübsam.

Sigrid Tanz kratzte mit einem Stift ihre Motive in die bunten Eier, hier konnte man sich auch selbst versuchen. Auch Eier in Occhi-Technik von Sigrid Tanz konnte man dort begutachten. Die Besucher waren dermaßen begeistert von dieser besonderen Technik, dass sie selbst lernen wollen, wie man sie herstellt.

    
 
    

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