Rückblick im Jahr 2011

Das Museum für die thüringische Rhön in Dermbach bedankt sich herzlich bei den Mitgestaltern der Spielzeug-Sonderausstellung zur Adventszeit.
Frau Hella Hilz aus Unteralba stellt uns wertvolle Puppen aus ihrer Sammlung zur Verfügung. Teilweise sind einige schon 100 Jahre alt und wurden in den letzten zwanzig Jahren auf Flohmärkten, Börsen für Puppensammler oder im Tausch erstanden.

Ehemann und Bäckermeister Hermann Hilz überließ uns für die Ausstellung ein selbstgefertigtes, farbenfroh gestaltetes Puppenkarussell.
Unsere guten Freunde und Gönner, Herr Reinhold und Frau Gerda Brinkmann aus Mühlheim am Main scheuten weder Mühen noch die weite Wegstrecke, um unsere  Ausstellung mit Puppenstuben, Kaspertheater, Kaufmannsläden und Baukästen zu bereichern.
Wir wünschen allen Besuchern viel Freude beim Betrachten oder  Spiel und eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

Dermbacher Handwerk und Gewerbe
Sonderausstellung vom 24.09. 30.10. 2011

Anlässlich des 150 - jährigen Bestehens des Gewerbevereins in Dermbach, wird vom 24.9 bis 30.10 2011 eine Sonderausstellung über altes, meist schon ausgestorbenes Handwerk gezeigt.
So sieht man Feierabendziegeln aus dem 18. und 19. Jahrhundert und alte Gerätschaften von Tischlern und Stellmachern.
Umherziehende Scherenschleifer verdienten noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit diesem Handwerk ihren Lebensunterhalt.
Seit 1850 gab es eine Woll- und Stofffärberei in Dermbach. So kann man in der Ausstellung schwarz und blau gefärbte Tücher, Röcke und Schürzen sehen.
Zeitungsartikel geben Auskunft über teils schon ausgestorbenes Handwerk, wie Korbmacher, Schuster und Schmied.
Die Industrialisierung hielt Ende 1900 Einzug in Dermbach. Dazu gibt die Ausstellung Einblick in die Elektrifizierung und die ehemals wichtigen Industriezweige der Korkverarbeitung und der Herstellung von Glaseinsätzen  für Thermoskannen.
Da die hier in  der Ausstellung gezeigten meisten Gewerbe nicht mehr existieren, können sich die Besucher das alte Handwerk noch einmal in die Erinnerung zurückrufen. 
 
   

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Hans-Joachim Weih
Tierarzt, Rhönschafzüchter und Fotograf

Der heute 63- jährige Hans Joachim Weih  kann  aus gesundheitlichen Gründen seinen geliebten Beruf als Tierarzt und Schafzüchter nicht mehr ausüben.
Zu seinem Hobby wurde die Fotografie, als er den Naturfreunden beweisen wollte, dass das Beweiden geschützter Flächen durch seine Rhönschafe die Verdrängung unserer heimischen Orchideen nicht fördert, sondern sogar zur weiteren Verbreitung des Bestandes führt.
Da er jahrelang  mit der Kamera in unserer Natur unterwegs war, entstanden einzigartige, wunderschöne Momentaufnahmen, die Harmonie ausstrahlen.
In unzähligen  Ausstellungen der Region waren Fotos von  Herrn Weih zu sehen.
Sein Verdienst ist es,  in der thüringischen Rhön die Rhönschafe vor dem Aussterben bewahrt zu haben und durch seine Fotos die  Schönheit der Natur dem  Betrachter nahe zu bringen.

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Geometrische Figuren

Albert Wagner
 
8. Mai bis 12. Juni 2011
 
 

Auszüge aus der Biographie von Albert Wagner

  • 1947 - in Koblenz geboren, jetzt wohnhaft in Bochum
  • 1961 - Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, erste Erfahrungen im technischen Zeichnen
  • 1968 - Beamter im Bundesgrenzschutz
  • 1972 - Berufsaufbauschule zum Techniker, Unterricht im techn. Zeichnen gibt einen vertieften Zugang zu Stift, Tusche und Papier
  • 1974 - Studium Sozialpädagogik, Beschäftigung mit kreativen Techniken im Bereich der visuellen Kommunikation, Gestalten mit Ton und anschließende Tätigkeit als Dipl. Sozialpädagoge in einer Suchtklinik
  • 1978 - Ausbildung zum Kreativitätstrainer
  • 1979 - Beginn Psychologiestudiums
  • 1988 - leitender Therapeut
  • 1995 - erste Arbeiten mit Speckstein
  • 2001 - Beginn der Beschäftigung mit digitaler Photobearbeitung
  • 2002 - Wochenendkurse in Acrylmalerei, danach autodidaktische Versuche mit Farbe und Leinwand Besuche von Sommerakademien, der freien Malschule Kleinsassen; Kohlezeichnen
  • 2007 - Fortbildung in der Technik Holzschnitt und ansprechende Arbeiten
  • 2010 - Aufnahme in den Berufsverband VFDK
  • 2009 - 4 Ausstellungen
  • 2010 - 7 Ausstellungen
  • 2011 - Januar: Einzelausstellung in Lauterbach/ Hessen, Museum Hohhaus
                 März: Einzelausstellung in Hamburg, Georg-Asmussen-Haus "Kaffeewelten"

Aus "Der Weg zum Bild" von Albert Wagner
Mein Bemühen ist,  Spannungen zu erzeugen, indem Flächen und Farben so angeordnet oder eingesetzt werden, dass dem Betrachter unterschiedliche Wahrnehmungsmöglichkeiten offen bleiben, bzw. er in seiner Wahrnehmung des Dargebotenen verunsichert wird.
Im Grunde stehen meine Bilder in der Tradition der geometrischen Abstraktion, ohne dass dies von mir ursprünglich beabsichtigt ist.
Eine Festlegung des Betrachters auf eine Sichtweise wird auch dadurch verhindert, dass die Bilder selten einen Titel bekommen.

Der 34. Museumstag stand unter dem Motto:
"Museen, unser Gedächtnis"
Der Verein Freundeskreis Museum und Bibliothek Dermbach organisierte eine kleine Ausstellung im Vortragsraum des Museums und Zeitzeugen berichteten vom Kriegsende und dem schweren Neuanfang.
In der Ausstellung waren sehr viele Bücher über Krieg, Flucht und regionalgeschichtliche Literatur aus Schlesien, West- und Ostpreußen, dem Sudetenland und Pommern sowie Informationsmaterial über die Nachkriegszeit anzuschauen.
Betroffene sprachen chronologisch, wie die Flucht aus den verschiedenen Gebieten verlief. Es begann Rosemarie Scheel, die als Kind die Flucht aus Torún (Thorn) an der Weichsel über Dresden, Zwiesel, Ruhla und Gera bis nach Gehaus erlebte. Mit rund 20 Familien waren sie dann im Schloss untergekommen.
Der Vater von Frau Reum führte Tagebuch. Was er erlebte, als die Familie  Niederschlesien verlassen musste, las sie vor.
Schüler der Staatlichen Regelschule Dermbach waren Familienschicksalen auf der Spur.
Sie fanden unter anderem Frau Inge Schäfer aus Wiesenthal, die ihre Geschichte den Schülern erzählte, wie sie mehrere Wochen von Schleien aus unterwegs war. Susan Schneider berichtete aus ihrem Leben.
Frau Irmgard Rommel fasste den Mut, über ihre Erlebnisse zu berichten. Ihre Familie landete im Spreewald, in Dermbach hatte sie eine Cousine, die sie oft besuchte, weil sie die Rhön sehr schön fand und hier traf sie auch ihren späteren Mann.
Der damalige Bürgermeister von Dermbach musste ca. 1000 Evakuierte aufnehmen, berichtete der Dermbacher Ortschronist Hans-Peter Mötzung. Säle und Gaststätten wurden belegt, die Menschen wurden auf Höfe und Orte ringsum verteilt. Nach Kriegsende kam ein weiterer Transport aus dem Egerland. Viele von ihnen haben sich in der Siedlung niedergelassen.
Ingeborg Ruppert aus Fischbach las vor, wie sie und ihre Schwester die letzten Kriegstage in Kellern in Eisenach erlebten und da kein Zug mehr fuhr, nach Fischbach laufen mussten.
Herr Benedict erzählte von seinem Vater und was diesem nahe an der Grenze zu Polen widerfuhr.
Anna Baumbach las die erschütternde Geschichte ihrer Großmutter vor, die 1946 Pommern verlassen musste.
Zum Ende dieser sehr nachdenklichen Gesprächsrunde trug Frau Reum  einige mundartliche Gedichte aus Schlesien vor und ließ diese ruhig ausklingen.
Ostereier - Ausstellung

2. - 30. April 2011

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