Rückblick im Jahr 2009
24. März - 19. April 2009
Traditionelle Ostereierausstellung
"Frühlingsboten"
 
Unsere diesjährige Ostereierausstellung stand unter dem Motto "Frühlingsboten"  und hatte für das nahende Fest viel Dekoratives zu bieten.
Einheimische Künstler wie Manfred und Romana Bellinger sowie Astrid Seeber bereicherten mit ihren Exponaten unsere Ausstellung und machten sie zu etwas ganz Besonderem.

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Sonderausstellung
"Historische Gebäude Dermbachs
 und ihre Geschichte"

vom 15. Mai - 5. Juli 2009
Eröffnungsveranstaltung anlässlich des Internationalen 
Museumstages am Freitag, dem 15. Mai 2009, um 17.00 Uhr
 
Viele historische Gebäude findet man in Dermbach, einige mit restaurierter Fassade wie zum Beispiel die Sparkasse oder das Ries-Haus, aber leider auch allmählich verfallene Gebäude wie der "Sächsische Hof" oder das Krankenhaus "Josephinum" . Jedes hat aber seine eigene Geschichte, welche mit Bildern, Zeitungsartikeln und alten Dokumenten wieder lebendig wird. Frau Ritz aus Buttlar schenkte dem Museum Originalgeschirr mit Logo aus dem Sächsischen Hof. Der Förderverein erhielt von der Sparkassenstiftung eine beachtliche Zuwendung für die Präsentation von Ausstellungsobjekten. Die Ausstellung wurde mit einem Vortrag des Historikers Dr. Scholz aus Birx Bürgertum im Aufwind abgerundet.
19. Juli - 6. September 2009
Zum Einstimmen und Vertiefen anlässlich des Großereignisses:
Der Rhönpaulus das Musical zeigten wir in einer Sonderausstellung
"Dem Rhönpaulus auf der Spur"
 
und  verfolgten seinen Lebensweg.  Anhand von Fotos konnte man sich ein Bild machen, wie und wo er lebte und in die  nachempfundene Paulushöhle  einen Blick werfen.  Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen zeigten, wie ihn Künstler in verschiedenen Zeitepochen gesehen haben.  Weiterhin wurde zum ersten Mal das gesammelte Text- und Buchmaterial zur Rhönpaulusgeschichte ausgestellt.
Fotos von der  Gefängniszelle in Kaltennordheim und  der  Original Pauluskasten, in dem der Räuber zur Hinrichtung gebracht wurde, waren besonders interessant.
Auch Schüler der Dermbacher Grundschule zeigten  ihren Rhönpaulus    in einer kleinen Galerie.
Diese einmalige Ausstellung bot für Groß und Klein Überraschungen und blieb im Gedächtnis.
 
Literatur und Forschung zur Person des Rhönpaulus im 19., 20. und 21. Jahrhundert

Heute noch erinnern sich Menschen in der Rhön an den Räuber und Wohltäter, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts  im Tullifeld lebte.Diebstahl, bandenmäßige Raubüberfälle, ja sogar Hexerei und Zauberkunst wurden ihm nachgesagt. Die unterschiedlichsten Legenden ranken sich um seine Person.In seiner Sagensammlung von 1891 stellte Ch. L. Wucke den Räuber als Hexenmeister dar, der sein Unwesen meist zwischen Baier und Empfertshausen trieb.
1891 erschien das erste Mal im Buch "Rhöngeschichten" von Lehrer Erich Opfermann aus Wahns bei Meiningen, die Erzählung "Paulus der Räuber der Rhön". Sie wurde von dem Heimatforscher Edwin Bühner aus Fischbach im Jahre 2004 neu herausgegeben.
Wenige Jahre später verfasste Pfarrer Georg Floel aus Kaltenwestheim eine Bühnenfassung frei nach Opfermanns Geschichte.
"Der Rhönpaulus", eine Tragödie in fünf Akten, wurde das erste Mal 1901 vom Wiesenthaler Chor Liederkranz mit fünf Aufführungen in der Region gezeigt.
Rechnungsrat a.D. Andreas  Schubert nach seiner Pensionierung nach Glattbach zurückgekehrt, führte in seinem 1923 erschienenen Buch "Lob der Heimat" Gaunerstücke des Rhönpaulus an und schilderte das Innere der sogenannten Paulushöhle" im Ibengarten am Neuberg.
1964 schrieb der Schriftsteller Bodo Kühn ein Jugendbuch mit dem Titel "Der Rhön - Paulus". Nach mündlicher Überlieferungen und dichterischer Freiheit entstand eine spannende Erzählung.
Alfred Most aus Völkershausen ist es zu verdanken, dass dieses Buch 1990 erstmalig wieder verlegt wurde und 2008 eine Neuauflage erfolgte.
1988 versetzte der thüringische Lyriker Walter Werner in seiner romanhaften Schilderung  "Heimkehr nach Buchonien" die Person des Rhönpaulus -  als seinen Weggefährten bei den  Wanderungen durch die Rhön -  in die Gegenwart.
Auch Handelsrat a.D.  Dietrich Lemke aus Vacha stammend, lebt in Zeuthen bei Berlin, befasste  sich viele Jahre mit der Lebensgeschichte des Rhönräubers, die im Buch "Mord und Totschlag in der Rhön"  ein Kapitel darstellt.
Der Tierarzt Dr. Edwin Leyh aus Oberkatz schrieb die Tragikömödie  "Der Rhönpaulus" in drei Akten von 2004 - 2006, welche die Vorlage für das Musical bildet.
Bisher las Herr Dr. Leyh dieses Stück mit musikalischer Begleitung elf Mal vor interessiertem Publikum.
Herr Armin Hepp, geboren in Rossdorf / Rhön, jetzt wohnhaft in Achern / Schwarzwald, forschte am intensivsten über das Leben des legendären Helden und fand Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts einen Taufeintrag im Kirchenbuch von Weilar über die Geburt eines unehelichen Kindes am 5. Februar 1736 mit Namen Johann Heinrich Valentin Paul.
Bisher ist es das einzige Zeugnis über die Existenz des Rhönpaulus.
Herr Hepp verfasste viele Schriften zum Leben des Rhönpaulus, erstmals 1996 in seinem Buch "Das Tullifeld zwischen Werra und Ulster Heimat des Rhönpaulus" veröffentlicht.
In seiner Broschüre "War der Rhönpaulus ein Räuber?"  fließen noch einmal alle bisherigen Forschungsergebnisse, Fakten, Sagen und Legenden über Leben und Sterben eines armen Sünders aus dem Tullifeld zusammen, erschienen 2003 im Selbstverlag.
 
Unser Rhönpaulus

wurde als uneheliches Kind der Hanna Regine Paul und eines Hildburghäuser Soldaten 1736 in Weilar geboren.
Nach dem frühen Tod seiner Mutter kam er  in die Obhut seines Onkels. Später verdingte er sich bei einem Glattbacher Bauern als Schäfersknecht.
Mit 20 Jahren wurde er Soldat und zog in den Siebenjährigen Krieg. Mittellos zurückgekehrt, konnte er sich nicht mehr an ein normales Leben gewöhnen und fristete  sein Dasein mit Diebstahl, Schmuggel und Wilderei.
Unterschlupf fand er in einer Höhle am Neuberg bei Glattbach.
Paulus  wurde verfolgt, gefangen und im Kaltennordheimer Gefängnis mehrmals eingesperrt.
Da er sich immer befreien konnte, wurden ihm magische Kräfte nachgesagt.
1780 wurde er erneut gefangen und  "wegen Abschuss der schönsten Hirsche in herzoglichen Forst" verurteilt.
Diesmal wurde er in einen hölzernen Kasten gesperrt, der ihn sicher verwahrte und zum Galgen an den Neuberg brachte.
Der originale "Pauluskasten" kann noch heute im Dermbacher Museum besichtigt werden.
 

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Unser ganz besonderer Dank geht an Frau Carola Schmidt von dem Heimat- und Geschichtsverein Merlins". Sie ermöglichte uns die nachfolgenden Aufnahmen von der Gefängniszelle des Rhönpaulus .
Kontakt:
Heimat- und Geschichtsverein Merlins", Schlosshof 3, 36452 Kaltennordheim, Tel.: 036966-81431.

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17. September - 30. Oktober 2009
1. Ausstellung unter dem Titel "Kontraste"
Ausstellungseröffnung am 17. September 2009 um 19.30 Uhr
Zum ersten Mal zeigen künftige Holzbildhauer der Klasse HBI 08
der Schnitzschule Empfertshausen ihre Werke öffentlich.
Im Museum sind etwa 16 Werke der jungen Künstler zu besichtigen.
 
Die Schnitzschüler wagten sich dabei an Holzschnitte. Verschiedene Muster wurden mit Farbe überzogen und auf Papier gedruckt. Entstanden sind Papierwerke, die unterschiedlicher nicht sein können. Facettenreich und phantasievoll versuchen sich die jungen Menschen, dem Werkstoff Holz zu nähern und ihre Produkte auch einem Publikum passend zu präsentieren.
So werden bei der Ausstellungseröffnung auch der Schulleiter und zahlreiche Verwandte der Schüler zugegen sein. Natürlich stehen die Schnitzschüler auch für Fragen zur Verfügung und freuen sich über angeregte Diskussionen.
(Pressemitteilung)

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Sonderausstellung im Museum Dermbach
Faszination  Modelleisenbahn
1.12. - 19.12.2009
Dienstag - Samstag von 9 - 17 Uhr und zum Weihnachtsmarkt am 6.12.09 von 13 - 17 Uhr

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